Mietkautionsgesetze in Hamburg: Regeln für Vermieter

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Alles, was Vermieter in Hamburg über Mietkautionen wissen müssen – Höchstbeträge, Anforderungen an die getrennte Verwahrung und Rückzahlungsfristen.

Melvin Prince
4 Min. Lesezeit
Verifiziert Apr 2026Deutschland flag
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Rechtlicher Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken. Sie stellen keine Rechtsberatung dar und sollten auch nicht als solche herangezogen werden. Gesetze ändern sich häufig – überprüfen Sie immer die aktuellen Vorschriften und konsultieren Sie einen zugelassenen Anwalt in Ihrem Zuständigkeitsbereich für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung. Landager ist eine Immobilienverwaltungsplattform, keine Anwaltskanzlei.Informationen zuletzt verifiziert: April 2026.

Security Deposit
3 Months’ Cold Rent
Notice Period
3 Months (Tenant)
Rent Control
Varies by City

Eine Mietkaution (Mietsicherheit) ist der wichtigste finanzielle Schutz für Hamburger Vermieter gegen Mietausfälle oder Schäden durch den Mieter. Während das deutsche Recht Vermietern das Recht einräumt, eine Kaution zu verlangen, stellt es strenge Regeln für den Höchstbetrag, die Art der Verwahrung und den Zeitpunkt der Rückzahlung auf. Verstöße können dazu führen, dass Mieter die Miete einbehalten oder rechtliche Schritte einleiten.

Rechtlicher HaftungsausschlussDieser Leitfaden bietet allgemeine rechtliche Informationen. Mietgesetze können sich ändern. Konsultieren Sie immer einen zugelassenen Notar oder Anwalt in dieser Region.

Höchstbetrag der Kaution

Gemäß § 551 BGB sind Mietkautionen für Wohnraum in Hamburg wie folgt begrenzt:

  • Maximal 3 Nettokaltmieten – "Nettokaltmiete" bezeichnet die Grundmiete ohne alle Nebenkosten (Betriebskosten), die als Vorauszahlungen oder Pauschalen abgerechnet werden.
  • Wenn die Miete später steigt (z. B. nach einer rechtmäßigen Mieterhöhung), kann der Vermieter keine Nachzahlung verlangen, um die Kaution an die neue Miete anzupassen.
Stressed Market
Citywide
Rent Increase Cap
15% / 3 Years
Deposit Limit
3 Months Net

Recht des Mieters auf Ratenzahlung:

Der Vermieter kann nicht die vollständige Kaution vor der Schlüsselübergabe verlangen.

Gesetzlich haben Mieter das Recht, die Kaution in drei gleichen monatlichen Raten zu zahlen. Die erste Rate ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig.

Wie die Kaution verwahrt werden muss:

Dies ist einer der fehleranfälligsten Bereiche für Hamburger Vermieter.

Die Kaution muss:

  1. Getrennt vom Vermögen des Vermieters gehalten werden – auf einem Treuhandkonto, das im Falle einer Insolvenz des Vermieters vor dessen Gläubigern geschützt ist.
  2. Zum üblichen Zinssatz für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist angelegt werden (§ 551 Abs. 3 BGB).
  3. Sämtliche Zinserträge stehen dem Mieter zu – sie erhöhen die Sicherheit und müssen dem Mieter am Ende des Mietverhältnisses ausgezahlt werden.

Alternativen: Vermieter und Mieter können schriftlich alternative Sicherheiten vereinbaren, wie z. B. ein verpfändetes Sparkonto, eine Bankbürgschaft oder ein Kautionsdepot. Bankbürgschaften sind besonders verbreitet, da sie die Liquidität des Mieters nicht binden.

Wenn der Vermieter die Kaution nicht korrekt verwahrt: Der Mieter darf monatliche Mietzahlungen bis zur Höhe der geforderten Kaution einbehalten, bis der Vermieter die ordnungsgemäße Anlage nachweist.

Zulässige Abzüge: Nach Ende

des Mietverhältnisses darf der Vermieter die Kaution nur für berechtigte Forderungen aus dem Mietverhältnis einbehalten:

Zulässiger AbzugHinweise
Unbezahlte MieteEinschließlich Nachzahlungen und Nebenkostenabrechnungen
SchönheitsreparaturenNur bei wirksamer, durchsetzbarer Klausel im Mietvertrag
Schäden über normale Abnutzung hinausMuss durch den Mieter verursacht sein; normale Abnutzung ist Vermietersache
NebenkostennachzahlungWenn die jährliche Abrechnung ein Defizit ausweist

: Schäden durch normale Abnutzung (z. B. kleine Kratzer an Wänden, leichte Abnutzung des Teppichbodens) gelten als Verantwortung des Vermieters und können nicht dem Mieter in Rechnung gestellt werden.

Rückzahlungsfrist:

Das deutsche Recht legt keine exakte Rückzahlungsfrist in Tagen fest.

Stattdessen gewähren Gerichte eine angemessene Prüfungs- und Überlegungsfrist, die üblicherweise beträgt:

  • 3 bis 6 Monate nach Rückgabe der Mietsache (Schlüsselübergabe), um eine Inspektion und die Geltendmachung von Ansprüchen zu ermöglichen.
  • Wenn die jährliche Nebenkostenabrechnung noch aussteht, darf der Vermieter einen angemessenen Teil (in der Regel das 3- bis 4-fache der monatlichen Vorauszahlung) einbehalten, bis die Abrechnung erstellt ist.

Nachdem alle berechtigten Abzüge beglichen sind, muss die verbleibende Kaution zuzüglich aller aufgelaufenen Zinsen umgehend zurückgezahlt werden.

Konsequenzen bei Nichteinhaltung

  • Versäumnis, die Kaution auf einem getrennten, insolvenzgeschützten Konto zu verwahren: Der Mieter kann die Miete einbehalten, bis die Einhaltung nachgewiesen ist.
  • Ungerechtfertigtes Einbehalten nach Ende des Mietverhältnisses: Der Mieter kann auf Rückzahlung der Kaution zuzüglich Verzugsschaden klagen.
  • Gerichte in Hamburg entscheiden konsequent gegen Vermieter, die versuchen, die Kaution für Positionen zu verwenden, die unter normale Abnutzung fallen.

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Quellen & offizielle Referenzen

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