Mietkautionen in Sachsen: Limits, Ratenzahlung und Rückgabe
Leitfaden zu Mietkautionsgesetzen in Sachsen. Erfahren Sie mehr über das 3-Monats-Limit, das Recht auf Ratenzahlung und die korrekte Anlage.
Rechtlicher Haftungsausschluss
Diese Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken. Sie stellen keine Rechtsberatung dar und sollten auch nicht als solche herangezogen werden. Gesetze ändern sich häufig – überprüfen Sie immer die aktuellen Vorschriften und konsultieren Sie einen zugelassenen Anwalt in Ihrem Zuständigkeitsbereich für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung. Landager ist eine Immobilienverwaltungsplattform, keine Anwaltskanzlei.Informationen zuletzt verifiziert: April 2026.
Im Mietrecht in Sachsen ist die Erhebung einer Kaution die Standardmethode zur Absicherung von Vermieteransprüchen. Es gelten die bundesweiten Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (§ 551 BGB), die strikte Grenzen für die Höhe, Zahlung und Anlage der Kaution festlegen, um Mieter vor finanzieller Überlastung und Verlusten zu schützen.
Rechtlicher HaftungsausschlussDieser Leitfaden bietet allgemeine rechtliche Informationen. Mietgesetze können sich ändern. Konsultieren Sie immer einen zugelassenen Notar oder Anwalt in dieser Region.
Maximale Höhe der Kaution
In Sachsen darf die Kaution maximal drei Nettokaltmieten betragen. Nebenkostenvorauszahlungen dürfen nicht in die Berechnung einfließen.
Recht auf Ratenzahlung des Mieters
Vermieter in Sachsen dürfen die Schlüsselübergabe nicht von der sofortigen vollständigen Zahlung der Kaution abhängig machen.
- Der Mieter ist berechtigt, die Kaution in drei gleichen monatlichen Teilbeträgen zu leisten.
- Die erste Rate ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig (meist bei Schlüsselübergabe).
- Die weiteren Raten folgen mit den nächsten beiden Mietzahlungen.
Korrekte Anlage der Kaution
Der Vermieter ist verpflichtet, die Kaution getrennt von seinem Privatvermögen anzulegen (§ 551 Abs. 3 BGB):
- Treuhandkonto: Anlage auf einem Sparkonto mit dreimonatiger Kündigungsfrist zum marktüblichen Zinssatz.
- Insolvenzschutz: Durch die getrennte Anlage bleibt das Geld auch im Falle einer Insolvenz des Vermieters in Sachsen für den Mieter geschützt.
- Zinsen: Die Zinsen erhöhen die Kautionssumme und stehen dem Mieter bei Auszug zu.
Rückzahlung der Kaution in Sachsen
Nach dem Auszug des Mieters hat der Vermieter Zeit, die Mietsache auf Schäden zu prüfen.
- Prüfungszeitraum: In Sachsen wird Vermietern eine Frist von 3 bis 6 Monaten zugestanden.
- Teileinbehalt: Falls noch Betriebskostenabrechnungen ausstehen, darf ein angemessener Teil der Kaution einbehalten werden.
Wann darf der Vermieter die Kaution einbehalten?
Ein Einbehalt ist nur in folgenden Fällen rechtmäßig:
- Offene Mietforderungen.
- Schäden an der Wohnung, die über die normale Abnutzung hinausgehen.
- Nicht durchgeführte Schönheitsreparaturen, sofern dies wirksam im Mietvertrag vereinbart wurde.
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Quellen & offizielle Referenzen
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